BMW M3

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Der BMW M3 ist ein Sportmodell der 3er-Reihe von BMW, das seit Anfang 1986 hergestellt wird. Dabei handelt es sich um ein Fahrzeug, welches von der BMW-Tochterfirma BMW M GmbH entwickelt und anfangs (E30 und E36) auch produziert wurde. Die späteren Baureihen (E46 und E90) entstanden auf den Bändern der AG. Der BMW M3 ist eine besonders leistungsstarke Variante des jeweiligen 3er-Serienfahrzeugs.

Der BMW M3 (E30) war bei seiner Markteinführung im Frühjahr 1986 nur als zweitürige Limousine lieferbar. Ab Mitte 1988 wurde der M3 auch als Cabrio angeboten.

Beim im Herbst 1992 eingeführten Nachfolgemodell auf Basis des E36 wurde die zweitürige Variante der 3er-Reihe erstmals als Coupé bezeichnet. Ferner war dieser ab 1994 auch als viertürige Limousine sowie als Cabrio erhältlich.

Die dritte Baureihe des M3 (E46) wurde von Mitte 2000 bis Sommer 2006 nur als Coupé und Cabriolet produziert.

Die vierte M3-Ausführung (E90) war erstmals seit 1999 neben Coupé und Cabriolet wieder als Limousine zu haben. Das Cabrio wies nun erstmals ein dreiteiliges Stahlklappdach anstelle eines Stoffverdecks auf.

Im Frühjahr 2014 wurde die fünfte M3-Generation präsentiert, die nur noch als Limousine hergestellt wird, da Coupé und Cabriolet unter dem eigenen Namen M4 verkauft werden. Des Weiteren bekam der M3 erstmals einen eigenen Entwicklungscode: er wird daher nicht unter dem Kürzel F30 geführt, sondern als F80 bezeichnet. Auch die M4-Modelle erhielten eigenständige Bezeichnungen (Coupé: F82; Cabrio: F83).

Baureihen
M3 (E30, 1986–1991)

Die erste M3-Baureihe wurde Anfang 1986 als Homologationsmodell für die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft vorgestellt und basierte auf der Baureihe E30.

Der BMW M3 war zunächst nur als zweitürige Limousine lieferbar, während das Cabriolet im Mai 1988 folgte. Die Basis des M3, der BMW E30, war serienmäßig als Limousine mit zwei Türen erhältlich, wobei es gegen Aufpreis auch vier Türen gab. Diese Option galt jedoch nicht für den M3.

Die Karosserieform wurde für den M3 stark verändert, um unter anderem die Verwindungssteifigkeit, den cw-Wert und die Fahrdynamik weiter zu verbessern. Die Rennsporttauglichkeit stand im Vordergrund, daher konnten Einschränkungen beim Komfort und den Produktionskosten gemacht werden.

M3 (E36, 1992–1999)
Die zweite Ausführung des M3 (Baureihe E36) wurde im Sommer 1992 von der BMW Motorsport GmbH vorgestellt, die in der ersten Produktionsphase auf dem zweitürigen Coupé basierte, später um Limousine und Cabrio ergänzt wurde. Sie hatte einen Reihensechszylinder (S50B30) mit 2990 cm³ Hubraum und vier Ventilen pro Zylinder. Er verfügte über eine Leistung von 210 kW (286 PS), hatte bereits vollvariables VANOS (nur Einlassnockenwelle, stufenlos mit Hochdruck) und war damit 1993 der Serien-Saugmotor mit der höchsten Literleistung weltweit (95,7 PS pro Liter). Das maximale Drehmoment betrug 320 Nm bei 3600 min−1.

Mit Überarbeitung des Motors (S50B32) leistete dieser mit 3,2 Litern Hubraum 236 kW bei 7.400/min, erhielt ein 6-Gang-Getriebe und war das erste BMW-Fahrzeug mit Doppel-Vanos.

Die erheblich gestiegene Motorleistung des M3 E36 gegenüber dem Vorgänger verlangte unter anderem nach einer Überarbeitung des Fahrwerks und der Bremsanlage. Mit dem M3 3.2 wurde vorne eine Compound-Bremsanlage eingeführt.

M3 (E46, 2000–2006)
Der von Mitte 2000 bis Sommer 2006 gebaute M3 (E46) hat einen hochdrehenden 3,2-l-Reihensechszylinder-Motor (BMW S54), der 252 kW (343 PS) bei 7900 min−1 leistet. Äußerlich unterscheidet er sich von anderen Modellen der 3er-Reihe u.a. durch die Auswölbung auf der Aluminiummotorhaube, dem sogenannten „Powerdome“, der jedoch keine technische Funktion hat.

Der Motor ist nach dem Hochdrehzahlkonzept gebaut und arbeitet drehfreudig bis zur Grenze von 8000 min−1, bietet dabei jedoch ein breites nutzbares Drehzahlband, und entwickelt bereits bei 2000 min−1 80 Prozent seines maximalen Drehmoments. Das Fahrwerk war eine Weiterentwicklung des Vorgänger-Fahrwerks vom M3 E36. Weiter kam nun die variable M-Differentialsperre zum Einsatz, die einen Sperrwert zwischen 0–100 % erlaubt, sowie eine schwimmend gelagerte Compound-Bremsanlage an Vorder- und Hinterachse.

M3 (E90/E92/E93, 2007–2013)
Der M3 der vierten Generation war in drei Karosserievarianten erhältlich. Im Herbst 2007 erschien zunächst das Coupé (E92), während im Frühjahr 2008 das Cabriolet (E93) sowie die Limousine (E90) folgten. Einige optische Details des Vorgängers, wie die Erhebung auf der Motorhaube, die breiteren Radkästen, die vierflutige Auspuffanlage und die Lufteinlässe auf den Kotflügeln, wurden übernommen. Die Außenspiegel ähneln denen des M3 der Baureihe E36.

Bei der Entwicklung versuchte BMW das Gewicht zu optimieren. Dafür wurde das Seriendach des Coupés aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff entwickelt, die Stoßstangenträger aus Endlos-Glasfaserverstärktem Thermoplast (sog. Organoblech aus PA6/Glas) gefertigt und eine Aluminiummotorhaube verbaut. Das Leergewicht liegt bei 1655 kg (Coupé) und damit trotzdem fast 100 kg über dem des Vorgängers. Alle drei Varianten verwenden den S65-Motor. Seit Mai 2008 gibt es den BMW M3 mit dem von GETRAG entwickelten Doppelkupplungsgetriebe (Marketingbezeichnung: „M-DKG“). Dieses hat sieben Gänge, ist per Schaltwippen am Lenkrad bedienbar und bietet einen Automatikmodus.

Vergleichbare Fahrzeuge deutscher Hersteller sind der Audi RS4 und RS5, der Mercedes-Benz CLK 63 AMG sowie der C63 AMG.

M3 (F80, seit 2014)
Die seit Frühjahr 2014 lieferbare fünfte Auflage des M3 gibt es nur noch als viertürige Limousine. Die technisch weitgehend identischen Coupés und Cabriolets heißen nun M4 (Coupé: F82; Cabrio: F83).

Angetrieben wird der neue M3, der auf dem BMW F30 basiert, von einem Biturbo-Reihensechszylinder mit 3,0 Liter Hubraum, der 317 kW (431 PS) leistet und zwischen 1850 und 5500 min−1 ein maximales Drehmoment von 550 Nm bietet. Er beschleunigt von 0 auf 100 km/h je nach Getriebe in 4,1 bis 4,3 Sekunden. Zur Wahl stehen ein manuelles Sechsgang-Getriebe und ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, letzteres ist trotz 40 Kilogramm mehr Gewicht für den schnelleren der beiden Beschleunigungswerte verantwortlich.


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