Ford Mondeo

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Der Ford Mondeo ist ein Pkw-Modell des Automobilherstellers Ford in der Mittelklasse. Auf dem amerikanischen Markt wird der größtenteils identische Ford Fusion angeboten.

Modellgeschichte
Der Mondeo ist der Nachfolger des im Spätsommer 1982 präsentierten Ford Sierra. Bei der ersten von Anfang 1993 bis Spätsommer 2000 produzierten Baureihe verfolgte Ford die Idee eines „Weltautos“. Bei weitgehend gleicher Technik unterschied sich die Formensprache und die Namensgebung der in Europa (Belgien) gebauten Ford Mondeo von den in den USA gebauten Fahrzeugen (Mercury Mystique und Ford Contour).

Der Ford Mondeo wurde außerdem zum Auto des Jahres 1994 gewählt. Von 1994 bis 2000 bot Ford alle drei Karosserievarianten (Stufenheck, Fließheck und den Turnier genannten Kombi) zum gleichen Preis an. Im Sommer 1996 wurde das Aussehen des europäischen Mondeo und der US-Modelle weitgehend vereinheitlicht. Im Herbst 2000 änderte man die Form weg vom „Cab-Forward-Design“ (s. u.) hin zum New-Edge-Design. Anfang 2007 wurde das neue „kinetic-design“-Konzept von Martin Smith für den aktuellen Mondeo umgesetzt. Ab Spätsommer 2013 sollte die vierte Generation des Mittelklassefahrzeuges angeboten werden, wobei hier wieder ein Kombi Turnier und eine Limousine mit Stufen- oder Fließheck angeboten wird. Wegen der Schließung des Ford-Werks in Genk verschob sich die Markteinführung jedoch auf Anfang 2015.

Die Fahrzeuge wurden ab Anfang 1993 im belgischen Genk in einem Zweigwerk der deutschen Ford-Werke GmbH gebaut. Seit der Schließung des Ford-Werkes in Genk im Sommer 2014 werden die Fahrzeuge im Ford-Werk in Almussafes bei Valencia (Spanien) produziert sowie seit April 2015 in Wsewoloschsk bei Sankt Petersburg (Russland).

Mondeo ’93 (Typ GBP/BNP, 1993–1996)
Mit der Einführung des Mondeo am 4. März 1993 kehrte Ford in der Mittelklasse nach 22 Jahren wieder zum Frontantrieb zurück. Allerdings war der Mondeo kurzzeitig auch in Verbindung mit dem 2,0-Liter-Motor mit Allradantrieb erhältlich. Der Wagen wurde zunächst mit drei Vierzylinder-16V-Ottomotoren („Zetec“-Motorengeneration) und einem Dieselmotor angeboten. Mitte 1994 folgte der Duratec-V6-Motor mit 125 kW. Das Ziel für den Mondeo: 15 % Marktanteil in der von Ford als „C/D-Segment“ definierten Mittelklasse. Die Fahrzeugausstattungen reichten vom Basismodell CLX über das GLX-Modell mit etwas mehr Ausstattung bis hin zur Topvariante Ghia. Zeitweise gab es einige Sondermodelle (zum Beispiel Festival, Fashion, Skylight). Wenn man Allrad- und Automatik-Versionen hinzurechnet, ließen sich bereits 1993 insgesamt 40 Varianten des Mondeo zusammenstellen.

Das Design des Mondeo stand bereits 1986 fest. Einer der wichtigsten Punkte im Lastenheft des Ford-Neulings hieß: „Größerer Innenraum bei unverändert kompakten Außenabmessungen.“ Das bedeutete den Abschied vom Heckantrieb des Sierra und eine Karosserie im stilbildenden Cab-Forward-Design. Das sah vor, den Raum für die Technik so weit wie möglich zu beschneiden, um im Gegenzug die Fahrgastzelle weiter vorn beginnen zu lassen. Der Mondeo begann mit einer betont tief angesetzten Motorhaube, die wegen des quer eingebauten Motors 20 cm kürzer war als die des Sierra. Bei etwa gleich gebliebener Länge wuchs der Radstand um 10 cm, die Breite um 5 cm. Der um 34 mm größere Verstellbereich der Frontsitze und die vorn um 20 mm gewachsene Kopffreiheit boten den Insassen mehr Platz. Um dem Mondeo ein schlankes Erscheinungsbild zu verleihen, wählten die Ford-Designer eine tief angesetzte und flach ansteigende Motorhaube, große, bündig eingesetzte Scheiben und schmale Dachsäulen. Die kaum merklich ansteigende Seitenlinie ließ die Heckpartie zierlich wirken.

Um beim Turnier einen möglichst tiefen und breiten Laderaum zu erreichen, wurde eine aufwendige Hinterradaufhängung entwickelt. Sie bestand im Wesentlichen aus drei Querlenkern und einem Längslenker. Deren weit außen und tief montierten Anlenkpunkte ermöglichten zusammen mit getrennten Federn und Dämpfern einen großen Laderaum. Außerdem kann der Mondeo mit dieser Mehrlenker-Hinterachse sehr agil gefahren werden. Dieser Mondeo verzögerte vorne mit innenbelüfteten Bremsscheiben, hinten mit 229 mm großen Trommelbremsen. Die Allrad- und V6-Modelle waren hinten mit massiven Bremsscheiben ausgestattet. Die neuen 16V- und 24V-Ottomotoren im Mondeo ’93 gehörten zu den damals modernsten in Mittelklassefahrzeugen. Auch das mit Hilfe des Ex-Rennfahrers Jackie Stewart abgestimmte Fahrwerk galt als vorbildlich. Die Karosserieform wurde in Teilen der Fachpresse als zu zurückhaltend kritisiert und im Herbst 1996 gründlich korrigiert. Ein weiterer Schwerpunkt der Entwicklungsarbeiten bezog sich auf die Minderung unerwünschter Geräusche und Vibrationen (NVH).


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