Honda Prelude

Der Honda Prelude ist ein Mittelklasse-Sportcoupé des japanischen Automobilherstellers Honda. Der Name Prelude bedeutet auf deutsch so viel wie Auftakt, Vorspiel oder Einleitung und geht darauf zurück, dass dieses Modell im Laufe der Bauzeit zu Hondas Technologie-Versuchsträger wurde, bei dem zahlreiche Neuerungen erstmals in Serie gingen. In Deutschland war er nur bis Ende 2000 erhältlich; für den amerikanischen Markt wurde er noch bis 2002 weitergebaut. Es gab fünf Generationen.

Erste Generation
1978 wurde die erste Generation des Honda Prelude als Sportcoupé auf Basis des Accord vorgestellt (Typcode SN). Er war somit die dritte Honda-Baureihe neben dem Civic und dem Accord. Von diesem Modell fertigte die Firma Tropic aus Crailsheim in den Jahren 1981 bis 1983 insgesamt 47 Cabriolets.

Im Prelude kamen die CVCC-Motoren des Accord mit 1,8 l Hubraum für den japanischen und den nordamerikanischen Markt und 1,6 l Hubraum für die anderen Exportmärkte zum Einsatz. Der kleinere Motor leistete 59 kW (80 PS). Als erstes Fahrzeug seiner Klasse wurde ein elektrisch bedienbares Glasschiebedach angeboten. Ab dem Modelljahr 1980 war er mit einer Hondamatic genannten Dreigang-Automatik erhältlich.

Zweite Generation
Mit dem Erscheinen der zweiten Generation des Prelude (Typcode AB) im Jahre 1982 begann die technologische Vorreiter-Rolle der Modellreihe: Der neue 1,8 l-Motor war Hondas erster Drei-Ventil-Motor mit Doppelvergaser. Im Vergleich zu seinem Vorgänger wuchs diese Generation in den Dimensionen und bekam stärkere Motoren. Neben dem 1,8-l-Motor kam 1985 ein 2,0 l-DOHC-Motor mit Benzineinspritzung auf den Markt. Der bis zum Generationswechsel im Jahre 1987 lieferbare 1,8 l große Drei-Ventiler war im Prelude zwar leistungsstärker als der CVCC-Motor des Vorgängers, durch das erhöhte Gewicht und die größere Karosserie war dieser Leistungszuwachs aber kaum spürbar. Ein Übriges tat ab 1985 der Einbau eines Katalysators. Sämtliche Motoren waren serienmäßig mit einem manuellen Fünfgang-Getriebe kombiniert. Ebenfalls lieferbar war eine vierstufige Automatik. In Japan war zudem ein 16-Ventil-DOHC-Motor mit PGM-FI-Einspritzung erhältlich, der von 1985 bis zum Modellwechsel 1987 auch in Europa erhältlich war (Typcode BA2).

Der Einbau des höher bauenden Motors erforderte einige Veränderungen am Vorderwagen, die Honda durch eine Modellpflege realisierte. Am auffälligsten waren dabei der geänderte Kühlergrill, die nunmehr gewölbte Motorhaube, die geänderten Stoßfänger, der in Wagenfarbe lackierte Heckspoiler sowie größere Räder und Reifen. Der drehfreudige Einspritzmotor wurde serienmäßig mit einem entsprechend ausgelegten manuellen Fünfgang-Getriebe kombiniert. Alternativ konnte auch dieser Prelude mit einer ebenfalls überarbeiteten Vierstufen-Automatik geliefert werden. Die letzten Modelle des 16V wurden Ende 1986 mit geregeltem Katalysator angeboten. Seiner technologischen Vorreiterrolle wurde der Wagen auch deshalb gerecht, weil er der erste japanische Wagen mit serienmäßigem Antiblockiersystem war. Eine weitere Innovation in der Japan-Version war das erste Navigationssystem von Honda. Außerdem wurde mit diesem Prelude die Double Wishbone genannte Radaufhängung mit doppelten Querlenkern an der Vorderachse in die Serienfertigung eingeführt.


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