Ducati Monster

Ducati MonsterDucati MonsterDucati Monster

Ducati Monster

Ducati MonsterDucati MonsterDucati Monster
Die Ducati Monster ist eine Naked-Bike-Modellreihe des italienischen Motorradherstellers Ducati, die 1992 vorgestellt wurde und 1993 in den Handel gelangte.

Während der finanziellen Krise, in der sich Ducati Anfang der 90er Jahre befand, wurde die Monster kostengünstig nach dem Baukastenprinzip entworfen. Die Motoren entstammten der Supersport-Baureihe, der Rahmen sowie das Fahrwerk mit kleinen Änderungen aus der Superbike-Baureihe. Das Design, das erstmals Züge eines Streetfighters in Serie auf die Straße brachte, stammte aus der Feder von Miguel Angel Galluzzi, der später auch für das Design der Cagiva Raptor verantwortlich war.

Mit der M900 wurde 1992 die ‚Urmonster‘ ausgeliefert. Die M600 kam 1994, die M750 im Jahr 1996 mit den vorher bereits bei den SS verfügbaren Motoren. Die Baureihe wurde 1997 durch die einfarbig schwarzen Dark-Modelle erweitert.

2001 hielt mit der Monster S4 erstmals ein wassergekühlter Vierventilmotor, bekannt aus der Ducati 916, in Verbindung mit aufwändigeren Fahrwerks-Komponenten in der Monster-Serie Einzug. Das Nachfolgemodell S4R brachte ab 2004 eine Einarmschwinge, weiterhin ein serienmäßiges Windschild und einen breiteren 180er Hinterreifen.

Die 2006 erschienene Monster S4Rs Testastretta stellt die bis 2013 leistungsstärkste Variante der Modellreihe mit 95 kW / 130 PS dar, mit dem aus der 998 und 999 bekannten Testastretta-Motor.

Ebenfalls in 2000 wurden die 2-Ventil-Motoren auf Benzineinspritzung (i.e.) umgestellt, auch um neue EU-Abgasvorschriften zu erfüllen, es gab nun die 750 und M900 ie, bei ansonsten unverändertem Rahmen und Ausstattung. 2002 wurde die M800 ie mit leicht erhöhtem Hubraum und 73 statt 64 PS sowie erhöhter Verdichtung von 10,4 statt 9,0 vorgestellt.

Mit der M1000 wurde 2003 ein neu konstruierter 2-Ventil Desmodue Motor eingeführt, der eine Hubraumsteigerung von 904 auf 992 cm³ aufwies, einen geänderten Kurbeltrieb, andere Zylinderköpfe mit steilerem Ventilwinkel und Doppelzündung sowie einer von 9,2 auf 10,0:1 erhöhten Verdichtung. Damit stieg die Leistung von 78 auf 84 PS und das maximale Drehmoment von 76 auf 84 Nm.

2005 kam die Monster 800 S2R, mit Doppelschalldämpfer rechts und der Einarmschwinge der S4R Modelle, mit 77 PS und Sechsganggetriebe. Weiterhin gab es eine neue 695 als Nachfolgerin der 600, nun mit Einspritzung und einer Leistung von 73 PS.

2008 wurde nach 15 Jahren mit der Monster 696 erstmals ein komplett neu entwickelter Hybrid-Rahmen vorgestellt, der zum Lenkkopf hin aus 34 mm Stahlrohren, zum Heck aus einem Aluminium-Gussteil besteht. Weitere Änderungen am Design waren ein ovaler Scheinwerfer, Lufteinlässe in der zweiteiligen Kunststoff-Tankverkleidung und ein hochgelegter, konisch geformter 2-in-2 Endschalldämpfer.

Dieser Rahmen wurde 2009 auch in der neuen Monster 1100 genutzt, die einen Hubraum von 1.078 cm³ mit 95 PS (69,8 kW) und 102,9 Nm Drehmoment sowie eine Einarmschwinge aus Leichtmetallguss bietet. In der Variante 1100 S verfügt sie über Fahrwerkskomponenten von Öhlins, leichtere Felgen sowie diverse Teile aus Carbon.

Die Monster 796 erschien im Frühjahr 2010 ebenfalls mit dem Hybridrahmen, mit nun 87 PS (65 kW).

Im Herbst 2010 wurde die Monster 1100 Evo als Ersatz der 1100 und 1100s Modelle vorgestellt. Die Auspuffrohre werden nun wieder unter dem Motor geführt, der Doppel-Untersitz-Auspuff wandert auf die rechte Seite, die Trockenkupplung wird durch eine Nasskupplung ersetzt. Als Leistung werden nun 100 PS (73,5 kW) bei einer Verdichtung von 11,3:1 angegeben.

Insgesamt wurden Monster Modelle mit 600 cm³ (bis 2001), 620 cm³, 695 cm³, 696 cm³ (ab 2006), 750 cm³, 800 cm³, 900 cm³, 916 cm³, 992 cm³, 996 cm³ (S4R), 998 cm³ (S4R Testastretta, S4Rs) und 1.078 cm³ angeboten.

Seit Ende 2013 verwendet Ducati auch in der Monster-Baureihe durchgehend flüssigkeitsgekühlte Motoren. Auf Motorradmesse EICMA in Mailand wurde die Monster 1200 vorgestellt, die durch den Testastretta-Motor eine Leistung von 135 PS (99,3kW) bei 8750/min erzielt. Die kurz darauf präsentierte Monster 1200 S erhöht dies sogar noch auf 145 PS (106,6kW) bei 8750/min. Mit beiden Modellen hält auch in der Monster die elektronische Gasregelung „Ride-by-Wire“ Einzug, ebenso wie ein volldigitales Kombiinstrument auf TFT-Basis.

Als Nachfolger der Monster 796 wurde im Mai 2014 die Monster 821 vorgestellt, die ebenfalls den flüssigkeitsgekühlten Testastretta-Motor verwendet und eine Leistung von 112 PS (82 kW) erbringt. Ebenso wie bei der Monster 1200 befinden sich unter anderem eine Traktionskontrolle mit acht Stufen und ein ABS mit drei Modi an Bord.